Rodena ePapers > bibel.rodena.de RODENA Special
bibel.rodena.de, biblia, βίβλος, Bibel GNU, Heilige Schrift
Bibel - biblia - bibel.rodena.de - Bibel GNU - Bibel online - βίβλος
     

Schnellzugriff auf die Bücher der Lutherbibel 1545: [AT] 1Chronik, 1Koenige, 1Mose, 1Samuel, 2Chronik, 2Koenige, 2Mose, 2Samuel, 3Mose, 4Mose, 5Mose, Amos, Daniel, Esra, Esther, Habakuk, Haggai, Hesekiel, Hiob, Hohelied Salomos, Hosea, Jeremia, Jesaja, Joel, Jona, Josua, Klagelieder, Maleachi, Micha, Nahum, Nehemia, Obadja, Prediger, Psalter, Richter, Ruth, Sacharja, Sprueche, Zephanja       [NT] 1Korinther, 1Petrus, 1Thessalonicher, 1Timotheus, 2Korinther, 2Petrus, 2Thessalonicher, 2Timotheus, Apostelgeschichte, Epheser, Galater, Hebraeer, Jakobus, Johannes, Johannesbriefe, Judas, Kolosser, Lukas, Markus, Matthaeus, Offenbarung, Philemon, Philipper, Roemer, Titus

   

 

 

ePaper

Startseite

 

Einheitsübersetzung (Katholisch)

Genesis/1. Mose
Exodus/2. Mose
Levitikus/3. Mose
Numeri/4. Mose
Deuteronomium/5. Mose
Josua
Richter
Rut
1. Samuel
2. Samuel
1. Könige
2. Könige
1. Chronik
2. Chronik
Esra
Nehemia
Ester
Ijob/Hiob
Psalter
Sprichwörter/Sprüche
Ecclesiastes
Hoheslied
Jesaja
Jeremia
Klagelieder
Ezechiel/Hesekiel
Daniel
Hosea
Joel
Amos
Obadja
Jona
Micha
Nahum
Habakuk
Zefanja
Haggai
Sacharja
Maleachi
Judit
Weisheit
Tobit/Tobias
Sirach
Baruch
1. Makkabäer
2. Makkabäer
Matthäus
Markus
Lukas
Johannes
Apostelgeschichte
Römer
1. Korinther
2. Korinther
Galater
Epheser
Philipper
Kolosser
1. Thessalonicher
2. Thessalonicher
1. Timotheus
2. Timotheus
Titus
Philemon
Hebräer
Jakobus
1. Petrus
2. Petrus
1. Johannes
2. Johannes
3. Johannes
Judas
Offenbarung

 

 

Bibelverfilmung

BibelverfilmungBibelfilm
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bibelverfilmung)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Verarbeitung von Stoffen der Bibel im Film ist seit der Stummfilmzeit ein wiederkehrendes Motiv der Filmnarration. Der Bibelfilm steht dabei im Konflikt zwischen kommerzieller Unterhaltung und theologisch-christlicher Werktreue.[1] Er bedient sich häufig Motiven des 1. Buch Mose (Schöpfungsgeschichte, Arche Noah, Sodom und Gomorra) und weiterer bekannter Geschichten und Personen des Alten Testaments (wie Moses, dem die Zehn Gebote übergeben werden, des Paars Samson und Delila, Ruths oder König Davids). Aus dem Neuen Testament werden besonders die Evangelien thematisiert oder schwerpunktmäßig einzelne Personen daraus (z. B. Jesus, die Jungfrau Maria oder Salome).[2]

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte
    • 1.1 Die Anfänge: Der Stummfilm
    • 1.2 Die Blüte: Monumentalfilme
    • 1.3 Kritische Filme, Satiren und Musicals
    • 1.4 Gegenwart
  • 2 Siehe auch
  • 3 Weblinks
  • 4 Literatur
  • 5 Einzelnachweise

Geschichte

Die Anfänge: Der Stummfilm

Die ersten Stummfilme mit Bibelbezug widmeten sich 1897 der Passion Jesu. Der Stoff wurde zuerst von den Brüdern Basile verfilmt, kurz darauf von den Brüdern Lumière. Die frühen Bibelfilme mit einer Länge von 10 bis 15 Minuten reihten einzelne Szenen lose aneinander, in denen Laiendarsteller agierten.[1]

Die Kirche reagierte zunächst reserviert. In einem Hirtenbrief heißt es zum neuen Medium Film: „Das schlimmste ist, daß auch diese an sich großartige Erfindung vielfach zur Schlechtigkeit mißbraucht, daß die Lichtbildbühne vielfach zu einer neuen Schaubühne der Unzucht gemacht wird.“ Nach der Jahrhundertwende erkannte die Kirche jedoch das Potenzial des neuen Mediums und versuchte, Urheberrechtsansprüche geltend zu machen.[3]

Ab 1910 wurden die Jesus-Filme aufwendiger: Nun wurde an historischen Orten wie Ägypten gedreht, und die Filme erhielten Zwischentitel, oft einzelne Bibelzitate.[1] Die Länge der Filme nahm zu, zudem wurden die Rollen nicht mehr vorwiegend mit unbekannten Laienspielern, sondern eher mit professionellen Darstellern besetzt.[3]

Die Blüte: Monumentalfilme

Bild anzeigen
Die zehn Gebote (1923)

Ab 1920 konzentrierten sich die Filme vermehrt auf die ganze Geschichte des Alten Testaments oder einzelnen Figuren daraus. Unter Vernachlässigung der narrativen Elemente wurden nun Materialschlachten mit Massenszenen und aufwendigen Kulissen bevorzugt. Mit teilweise mehr als 50.000 Komparsen wurde die Schaulust der Kinobesucher befriedigt. In dieser Zeit entstanden die Filme Samson und Delila von Alexander Korda, Sodom und Gomorrha von Michael Curtiz (beide 1922) sowie Die Zehn Gebote (1923) von Cecil B. DeMille.[1]

Mit Erfindung des Tonfilms in den 1930er Jahren konnte die Realitätstreue durch Geräusche und unterlegte Musik intensiviert werden. Nun wurden vor allem die Kreuzigungsszenen eindringlicher dargestellt, sodass das Leiden Jesu, das Annageln ans Kreuz, seine Schmerzen vom Zuschauer miterlebt werden konnten.[3]

In den 1950er Jahren, als in Hollywood antike Themen gefragt waren, wurden biblische, ägyptische, römische, punische, griechische Motive ausgeschlachtet. Melodramatik, Intrigen und Grausamkeiten sollten dem Publikum Genüge tun, etwa in Quo vadis? (1951).[3] Mit Die zehn Gebote (1956) setzte eine Welle ein, bei der sich die Produktionen mit immer grausameren Massenszenen und tausenden von Statisten zu überbieten versuchten,[1] und die ihren Höhepunkt mit Ben Hur (1959) fand.[4]

In den 1960er Jahren wurde teilweise davon Abstand genommen, alle Einzelheiten der Bibel effektvoll nachzuzeichnen. So werden die Wunder Jesu in König der Könige von Nicholas Ray nur indirekt angedeutet und Jesus vermenschlicht. Die Filme bemühten sich darum, Jesus sorgfältig zu charakterisieren, z. B. in Die größte Geschichte aller Zeiten (1963).[3] Der Produzent Dino De Laurentiis unternahm in den 1960er Jahren zudem den Versuch, die Bibel als Kette von Filmen zu adaptieren, darunter Die Bibel (1966) von John Huston. Roberto Rossellini versuchte in seinen „didaktischen Fernsehfilmen“ in fünf Teilen Die Geschichte der Apostel (1969) zu erzählen.[2]

Kritische Filme, Satiren und Musicals

In den späten 1960er Jahren, aber auch bereits in den Jahren davor, traten die historischen Darstellungsformen zugunsten biographischer oder auch fiktiver Elemente zurück. Eine „Erosion des direkt aber naiv gelebten Glaubens“ war erkennbar, sodass Bibelverfilmungen statt von Heldentum nun von Zweifel und von menschlicher Schwäche handelten.[5]

Damit einher ging eine gewandelte Ästhetik, die sich in der Nouvelle Vague ausdrückte. Einen der radikalsten Bibelfilme dieser Zeit drehte Pier Paolo Pasolini mit Das 1. Evangelium – Matthäus (1964), der nach seinem Erscheinen eine heftige Kontroverse auslöste.[5] Durch den freieren Umgang mit dem biblischen Stoff entstanden in den darauffolgenden Jahren auch Parodien wie Das Leben des Brian (1979), Das Gespenst (1982)[6] oder Jesus – Der Film (1986). Zudem waren Musical-Filme wie Godspell und Jesus Christ Superstar (beide 1973) große Publikumserfolge.[5]

In den 1980er Jahren ist neben Die letzte Versuchung Christi (1988) von Martin Scorsese vor allem Jesus von Montreal (1989) zu nennen.[6] In seiner mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten „allegorischen Übertragung“ verortete Denys Arcand die Rolle Jesu in der damaligen Kirche.[5] Anfang der 1990er Jahre gab Leo Kirch die wohl ambitionierteste Bibelverfilmung in Auftrag, indem er die Bibel zwischen 1993 und 2000 in insgesamt 12 Teilen realisierte.[2]

Gegenwart

Bibelfilme im klassischen Sinn waren in den 2000er Jahren so gut wie verschwunden.[5] Filme wie Die Passion Christi (2004) galten als Ausnahmeerscheinung. Erst seit den 2010er Jahren erlebt das Genre eine Renaissance, seitdem sich die Hollywood-Studios in der Krise auf die altbekannten Stoffe besinnen. So sind Noah und Exodus: Götter und Könige (beide 2014) Ausdruck einer neuen Welle von Bibelfilmen.[4][7]

Siehe auch

  • Liste von Bibelverfilmungen

Weblinks

  • Bibelfilme (Altes Testament) und Bibelfilme (Neues Testament) im WiBiLex
  • Udo Wallraf: Bibel im Film. Aspekte einer Annäherung. In: Erzbistum-Koeln.de, 2001 (zuletzt geändert am 20. November 2009; PDF, 51 kB).
  • Bibelfilme. Eine Auswahl aus dem Verleihprogramm der Medienzentrale des Erzbistums Köln. In: Erzbistum-Koeln.de, 2006 (zuletzt geändert am 3. Juni 2009; PDF, 264 kB).

Literatur

  • Richard Campbell, Michael Pitts: The Bible on Film. A Checklist 1897–1980. The Scarecrew Press, Metuchen 1981.
  • Bruce Babington, Peter William Evans: Biblical Epics: Sacred Narrative in the Hollywood Cinema. Manchester University Press, Manchester 1993.
  • Peter Hasenberg (Hrsg.): Spuren des Religiösen im Film. Meilensteine aus 100 Jahren Kinogeschichte. Katholisches Institut für Medieninformation (KIM)/Matthias-Grünewald-Verlag, Köln/Mainz 1995, ISBN 3-7867-1827-X.
  • Erin Runions: How Hysterical. Identification and Resistance in the Bible and Film. Palgrave Macmillan, London 2003.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Manfred Tiemann: Bibelfilme (AT). In: Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet. Juni 2012, abgerufen am 11. März 2014.
  2. a b c James zu Hüningen: Bibelfilm. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hans J. Wulff und Theo Bender, abgerufen am 11. März 2014.
  3. a b c d e Manfred Tiemann: Bibelfilme (NT). In: Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet. Juni 2012, abgerufen am 11. März 2014.
  4. a b Große Stars in großen Geschichten. ORF, 25. Dezember 2013, abgerufen am 11. März 2014.
  5. a b c d e Udo Wallraf: Bibel im Film. Aspekte einer Annäherung. In: Erzbistum-Koeln.de, 2001 (zuletzt geändert am 20. November 2009; PDF, 51 kB).
  6. a b James zu Hüningen: Jesusfilm. In: Lexikon der Filmbegriffe. Hans J. Wulff und Theo Bender, abgerufen am 12. Januar 2014.
  7. Hollywoods neue alte Helden kommen aus der Bibel. Westdeutsche Zeitung, 3. Januar 2014, abgerufen am 11. März 2014.

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 

 

    Seitenanfang
     
     
     
     
Besuchen Sie auch:  

koran.rodena.de, Pflege: Societas Urielis, OScr: Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Release 4.0001; wissen.rodena.de

     
Partnersite(s)   museum. academia wadegotia, Societas Urielis
     
     
     
Bitte beachten Sie, dass alle Texte unter der erweiterten AWDL publiziert wurden. Sobald Texte aus der Wikipedia stammen, können diese und ggf. dort eingebettete Bilder der GNU oder sonstiger Lizenzen unterliegen. Vor einer Übernahme resp. beim Zitieren empfiehlt sich eine genaue Prüfung.